Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Conference on Post-capitalist City in Pula (CRO)

das programm für die konferenz in pula vom 14. bis 16.8. steht nun fest und findet sich hier.

oN aiR – 17.6.: Volkskrieg – Ein Heimatfilm

Studiogespräch mit dem Regisseur Jan Pirker

“Vor der malerischen Kulisse der Hallstätter Alpen erzählt ‘Volkskrieg – Ein Heimatfilm’ eine Geschichte über Solidarität (und reflektiert dabei aktuelle gesellschaftliche Problemstellungen wie Migration, Geschlechter- und Arbeitsverhältnisse.) Fünf Menschen treffen sich auf einer Almhütte, bilden eine (nicht nur kulturell) vielfältige Gemeinschaft und schicken sich an, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, um mit natürlicher Selbstverständlichkeit soziale Zwänge zu durchbrechen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen.” Offizielle Graz-Premiere am 18.6. um 19 Uhr im spektral (Lendkai 45) Die Sendung als mp3.

oN aiR – 10.6.: Wahlen waren / Abgründe der Popkultur / Blutbad in Peru / Buskampagne für Atheismus

Buskampagne für Atheismus

Glauben Sie an Gott? Egal, welche Antwort Sie jetzt gegeben haben, so innerlich, schön für Sie! Sage ich in meiner grenzenlosen Toleranz. Die könnte man einer Initiative absprechen, die momentan einen Bus durch die Republik rollen lässt auf dem jeglichem Gott die Existenz abgesprochen wird! Philipp Möller, der Pressesprecher der Buskampagne war bei Radio Corax am Telefon.

Blutbad in Peru

Am Freitag den 5. Juni räumten Spezialeinheiten der peruanischen Polizei gewaltsam eine seit Wochen blockierte Verbindungsstrasse im Norden des Landes. Bei dem massiven Einsatz von Hubschraubern, Tränengas und Schusswaffen starben Dutzende Menschen. Ein Ausnahmezustand verhindert, dass Informationen über die Anzahl der Toten nach aussen dringen.

Vorausgegangen waren zwei Monate friedlicher Proteste von indigenen Gruppen. Sie fordern die Rücknahme einer Reihe von Dekreten, die es Firmen ermöglicht Öl, Erdgas und Holz in großen Teilen des Regenwaldes auszubeuten.

Vieles deutet darauf hin, dass die Polizei das Feuer eröffnet hat, doch auch Polizisten starben. Für die Regierung unter Alan Garcia ist deshalb der Indigenen-Vorsitzende Alberto Pizango Staatsfeind Nummer eins. Er flüchtete in die nikaraguanische Botschaft und erhielt inzwischen politisches Asyl. Wie es mit dem Kampf der Indigenen um ihre Lebensgrundlage weiter geht, ist jedoch unklar.

Die Wahlen sind geschlagen!

Letzten Sonntag durfte wieder mal gewählt werden. Ist zwar keine wirklich demokratische Einrichtung, die da gewählt wird, nicht mal in den bescheidenen bürgerlichen Standards, aber warum nicht, wählen ist ja lustig. Aber so lustig fanden es die meisten EuropäerInnen gar nicht. Die absolute Mehrheit geht an die DEMOKRATiNNEN, also an die die sich dem Spektakel fern hielten. Und das schreib ich schon Samstag Abend…

In den Abgründen der popkulturellen Beliebigkeit

Im Joanneum findet im Moment eine Ausstellung statt, die sich das Jubiläum von „Woodstock“ als Anlass genommen hat, um zu … Ja, was denn eigentlich? – Bericht von einem Rundgang in der Ausstellung „absolutely free!

absolutely free! – Ausstellung im Joanneum

nachdem ich mich ja gewissenhaft auf die sendung vorbereite war ich heute noch mal in der ausstellung „absolutely free“, die im moment im joanneum in graz zu sehen ist, um am mittwoch was sinnvolles darüber sagen zu können.

wer´s noch nicht weiss, und noch nicht gesehen hat, gehen tuts darum, dass sich „woodstock“ zum vierzigsten mal jährt, und das anlass genug war eine ausstellung inklusive umfangreichen rahmenprogramms zu gestalten.
na ja, und das wars dann auch schon fast wieder, was sich dazu sinnvolles sagen lässt. klar hat die ausstellung ein paar ecken, an denen auch ich in die vergangenheit abtauche, und mich an flyern von konzerten aus den 90ern erfreue, die ich schon längst wieder vergessen habe. aber reicht das? alles andere erscheint wie eine bunte ansammlung von „zeugs“.

was wollten uns die macherInnen der ausstellung nur damit sagen? und immerhin waren 111 künstlerInnen und 8 kulturwissenschafterInnen daran beteiligt, wie am eingang stolz festgestellt wird. dass die welt bunter geworden ist seit 1969?
es fehlt einfach der rote faden in dem ganzen. wie lassen sich diese dinge einordnen. die zeittafeln, die an den wänden angebracht sind, erfüllen das nur in einem sehr geringen ausmass.

es hätte natürlich so einiges gegeben, was mit der ausstellung bezweckt werden hätte können… ein paar fragen zu stellen zum beispiel. am ende ist woodstock ja ausdruck und teil der biopolitischen kämpfe, um dieses modewort an dieser stelle zu verbraten, die ende der 60er und 70er stattfanden. sicher nicht der interessanteste teil, aber halt doch. also mensch hätte die frage danach stellen können, warum und wie es vonstatten geht, dass solch massive kämpfe nicht für einen weitergehenden bruch gesorgt haben. oder sind sie teil eines bruchs? angesichts der krise mitte der 70er läge das ja nahe, und damit käme mensch auf eine andere spannende frage… besonders in der aktuellen krise…

vor allem wird aber zu vieles ausgeklammert. von vornherein beschränkt sich die ausstellung weitgehend auf die „popkultur“. und dieser begriff wird dann auch recht eng gefasst. soll heissen, wir wissen nach dem ausstellungsbesuch zumindest, dass es heute um einiges mehr an verschiedenen lebensstilen gibt, und mehr an verschiedenen musikrichtungen. aber das weiss ich auch, wenn ich in der stadt die augen aufmache. mich hätts ja mehr interessiert, was sich damals in den räumen und einrichtungen abgespielt hat, die damals und heute nicht derart öffentlich sind. also wie war das damals im puch-werk, und wie ist es heute unter völlig geänderten bedingungen? wie war das damals in den heimen und internaten, in denen kinder und jugendliche weggesperrt wurden, und sie dagegen rebellierten, und schlußendlich diese einrichtungen recht erfolgreich zerbröselt haben. wie ging das damals in den „nervenkliniken“ ab, und wie ist das heute? welche rolle spielen und spielten die individualisierten und kollektiven kämpfe gegen diese institutionen?

aber das hat keinen platz… und wenn es dann doch irgendwo angedeutet wird, geht es einfach unter, in der fülle an „zeugs“…

dass kulturlandesrat kurt flecker sich halt als 68er (69er?) sieht, reicht dann eben doch nicht um solch eine ausstellung auf die beine zu stellen.

14.5. (25.7.216): Rückblick auf den BUKO31

Rückblick auf den BUKO31
Vom 9. bis 12.5. fand in Dortmund der Bundeskongress der Bundeskoordination Internationalismus statt. Im Zentrum der Diskussion stand die Forderung nach Globalen Sozialen Rechten.

Neben einem Rückblick gibt es auch mal einen ersten Mitschnitt zu hören, und zwar zu Wohnrechtskämpfen in Venezuela.

23.4. (4.8.216): Das war´s? – Projekt A-Z ist nicht mehr // BUKO-Kongress in Dortmund // Paraguay vor dem Wandel?

Das war´s? – Projekt A-Z ist nicht mehr
Letzten Freitag wurde das besetzte Haus in der Annenstrasse 3 geräumt. Ein Rückblick, und ein Ausblick….

BUKO-Kongress in Dortmund vom 9. bis 12.5.
Der jährliche Kongress der Bundeskoordination Internationalismus ist sicherlich die wichtigste Veranstaltung der (radikalen) Linken im deutschsprachigen Raum. Dieses Jahr steht er unter dem Titel „Dabei sein ist alles? – Kämpfe für Selbstbestimmung und gegen globale Ausschlüsse“.

Paraguay vor dem Wandel?
Soja ist das Konfliktthema Nummer Eins in Paraguay. Eigentlich eine feine Pflanze, lassen sich aus ihr doch sowohl Biosprit, als auch Futtermittel gewinnen. Doch an der Soja verdienen hauptsächlich brasilianische Großgrundbesitzer, der Staat kassiert im Gegensatz zu Argentinien keine Exportsteuern und die Monokulturen vergiften die Umwelt und verdrängen Kleinbauerngemeinden. Soja ist aber auch zum Symbol für die Herrschaft der seit 60 Jahren regierenden Colorado-Partei geworden. Eine Herrschaft, die durch einen ehemaligen Bischof und Befreiungstheologen ins Wanken geraten könnte.

mp3s vom Alternativen-Kongress

Vom 3.4. bis 6.4. fand im Forum Stadtpark der Alternativen-Kongress statt. Radio Helsinki überträgt grosse Teile davon live, ausserdem gibt es noch einen Stream bei Funkfeuer. Und hier auch die Vorträge als mp3 zum runterladen:


Die Eröffnung

Stefan Thimmel über das Weltsozialforum
Bettina Lösch zu Demokratisierung
Silke Veth zu „kein mensch ist illegal“
Robert Foltin/Martin Birkner zu Postoperaismus
Nicola Sekler zu Postneoliberalismus
Joachim Hirsch zu Radikaler Reformismus
Achim Brunnengräber zu Klimagerechtigkeit




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