Archiv der Kategorie 'Stadt'

oN aiR – 1.6.: Marx, Marx, und nochmal Marx – und nicht zu vergessen die „Spanish Revolution“

Why Marx was right?

Ein sehr humoriger Terry Eagleton spricht über sein letztes Buch „Why Marx was right?“

Dietmar Dath über die kommunistische Idee

… und auch der Schriftsteller Dietmar Dath hat über die Marx-Mode und die kommunistische Idee nachgedacht…

Spanish Revolution

In Spanien und vielen, vielen anderen Städten haben in den letzten Wochen Zehntausende Menschen Plätze besetzt. Ein Update.

oN aiR – 12.1.: Der Fall Distomo // Petruswerk kauft Reininghaus-Gründe // Solidarity News // Buch der Woche

Der Fall Distomo

In Athen haben am vergangenen Donnerstag Menschen aus Distomo vor der deutschen Botschaft für den Beitritt Griechenlands zu einem Gerichtsverfahren gegen Deutschland demonstriert. Es geht um die Entschädigung.
Der Arbeitskreis Distomo rechnet damit, dass der Internationale Gerichtshof in Den Haag im Jahr 2011 seine Entscheidung im Verfahren Deutschland ./. Italien fällen wird. Es geht um die Frage, ob die Opfer und Überlebenden nationalsozialistischer Verbrechen das Recht haben, in ihren jeweiligen Heimatländern Entschädigung gerichtlich einzuklagen. Griechische und italienische Gerichte haben dieses Recht anerkannt und mehrfach bestätigt. Einer der in Den Haag verhandelten Fälle ist das Entschädigungsverfahren im Fall Distomo. In Distomo begingen deutsche Truppen am 10. Juni 1944 ein Massaker an der Bevölkerung und ermordeten 218 Menschen.

Solidarity News vom 10.1.2011

Revolts in Tunesia and Algeria / Hilton hotel boycott / Global wage growth cut in half

Petruswerk kauft Reininghaus-Gründe

Jetzt ist es raus. Das Petruswerk und nicht die Stadt Graz werden die Reininghausgründe entwickeln. Aber wer oder was ist das Petruswerk?

Buch der Woche: Der Flüchtling

Fünfzehn Jahre hat es gedauert bis Carlotto´s Erstling ins Deutsche übersetzt wurde. Die Fans seiner Alligator-Krimis könnten enttäuscht sein, denn dies ist kein Krimi, sondern mehr als das, nämlich seine Geschichte, eine Geschichte von Knast, Flucht und Jahren im Exil. Massimo Carlotto: Der Flüchtling

oN aiR – 29.12.: 2010 – Jahr des Zorns

2010 – Jahr des Zorns

„Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt, und während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen immer wieder: Bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut.. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“

Jahresrückblicke haben eine gewisse Tradition, und in fast jedem Medium werden uns am Jahresende die schönsten, aufregendsten, berührendsten und bewegendsten Momente des Jahres präsentiert. Diese Sendung versucht etwas ganz ähnliches. Wir blicken zurück auf ein Jahr voller Proteste, Demonstrationen, Streiks, und Riots. 2010 war ein Jahr des Zorns. Vielleicht war es aber auch das Jahr, in dem alles begonnen hat…

Die Sendung gibt es auch als mp3.

oN aiR – 17.11.: Die EU – Hort der Demokratie / Rettet den ORF! / Castor, und was dann?

Die EU – Hort der Demokratie

Artikel 122 Absatz 2 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (VAEU): »Ist ein Mitgliedstaat aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Ereignissen, die sich seiner Kontrolle entziehen, von gravierenden Schwierigkeiten ernstlich bedroht, so kann der Rat auf Vorschlag der Kommission beschließen, dem betreffenden Mitgliedstaat unter bestimmten Bedingungen einen finanziellen Beistand der Union zu gewähren. Der Präsident des Rates unterrichtet das Europäische Parlament.« Tja, auf Grundlage dieses Artikels werden gerade Milliarden an Steuergeldern ausgegeben. Wie? Was? Naturkatastrophe in Europa? Gar nicht mitbekommen? Wenn es in den ohnehin schon beschränkten demokratischen Instrumenten nix mehr gibt, dann wird in der EU auch mal mit diesem Absatz Politik gemacht. Wie das im Moment am Beispiel Griechenland der Fall ist.

Rettet den ORF! – Aber warum eigentlich?

Der ORF befindet sich angeblich wieder mal in der Krise. Zumindest schreiben das die angeblichen Qualitätszeitungen in diesem Land. Ein paar Anmerkungen warum einem das ziemlich egal sein kann, aber dann doch nicht ganz ist.

Castor, und was dann?

So gross wie nie war der Protest gegen den diesjährigen Castor-Protest von La Hague nach Gorleben, der zeitaufwendigste, teuerste und am heftigsten umkämpfte. 92 Stunden brauchte der Transport des radioaktiven Materials, 30 Millionen Euro kostete er den Staat.
Was kommt nach den Protesttagen, (wie) reagiert die Politik, was kann die Klimabewegung daraus lernen und welche Erfahrungen sollten in zukünftige Proteste, zb gegen Kohleverstromung einfliessen?
Interview mit Timmo von der Gruppe Klimagerechtigkeit jetzt, Leipzig.

Buch der Woche: Wir bleiben alle!

Andrej Holm hat in der transparent-Reihe des unrast-Verlags eine sehr lesenswerte Einführung in das Gottseibeiuns-Thema der Stadtentwicklung veröffentlicht: Wir Bleiben Alle! Gentrifizierung – Städtische Konflikte um Aufwertung und Verdrängung

oN aiR – 3.11.: Bleiberechtsdemo in Graz / Studidemo / Landgrabbing / Castor Song / Gentrifidingsbums

Bleiberechtsdemo in Graz

Letzten Samstag fand auch in Graz eine Demo gegen das österreichische Asylregime statt. Ein Bericht von der Demo, und Auszüge der Rede von Veronica Kaup-Hasler („steirischer herbst“).

Tausende Studierende auf der Strasse

Letzte Woche waren wieder Tausende Studierende und Uni-Anghörige gegen die Regierungspolitik auf der Strasse. Ein Bericht…

Landgrabbing

Seit einigen Jahren sichern sich Staaten und transationale Konzerne immer größere Teile der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Nächste Wochenende findet dazu eine Konferenz in Genf statt, und auch eine Gegenkonferenz!

DER CASTOR-SONG

…hurra, rechtzeitig zum Castortransport 2010 ist der Schottersommersong draußen.

Buch der Woche: Ein anderer Kompass. Texte von Angelika Ebbinghaus

Angelika Ebbinghaus wird 65. Anlass genug um Texte der überaus wichtigen, aber wenig bekannten Historikerin in einem Sammelband neu herauszugeben: Ein anderer Kompass. Soziale Bewegungen und Geschichtsschreibung. Texte 1969–2009

„Gentrifidingsbums oder eine Stadt für alle“ – Interview mit Autor Christoph Twickel

In vielen deutschen Großstädten ist seit Jahren derselbe Prozeß zu beobachten: ehemals gemiedene Stadtviertel, die durch Altbau-Charme und niedrige Mieten eine alternative Szene anlocken, werden Schritt für Schritt aufgewertet – bis die ursprünglichen Bewohnerinnen und Bewohner sich das Leben in ihrem Quartier nicht mehr leisten können. Auch in Nürnberg wird über die sogenannte Gentrification oder Gentrifizierung diskutiert. Besonders im Stadtteil Gostenhof macht man sich Sorgen, dass eine Verdrängung der bisherigen Anwohnerschaft in Gang gesetzt werden könnte. In anderen Städten haben diese Verdrängungsprozeße längst in viel größeren Dimensionen begonnen, aber auch der Protest dagegen hat sich inzwischen formiert. Der Hamburger Journalist und Autor Christoph Twickel legt nun einen kleinen Leitfaden für die Auseinandersetzungen um die Stadtteilaufwertung vor. „Gentrifizidingsbums oder eine Stadt für alle“ heißt das Buch. Im Interview mit ihm hat Tobias Lindemann als aller erstes interessiert, mit welcher Intention er an das Buch herangegangen ist.

oN aiR – 6.10.: Schwerpunkt Stuttgart 21

Schwerpunkt Stuttgart 21

Seit Wochen gehen in Stuttgart Tausende Menschen gegen das Megaprojekt „Stuttgart 21″ auf die Straße. Berichte und Reportagen von den Freien Radios.

oN aiR – 21.7.: Wir Bleiben Alle?! — Hausdurchsuchungen und Verhaftungen in Wien — In memoriam Carlo Giuliani

Gespräch mit Andrej Holm über Interventionen gegen die Kapitalistische Stadt

Heute lebt erstmals in der Geschichte über die Häfte der Menschheit in Städten. Solche Zahlen sind mit der kritischen Frage zu konfrontieren, was „Leben in den Städten“ heißt, was unter gegebenen Verhältnissen überhaupt noch „Stadt“, ja „Leben“ heißt. Schließlich ist das Leben, das hier auf Stadt und Land verteilt scheint, in unserer Epoche ausnahmslos, räumlich wie zeitlich, vom Kapitalismus beherrscht. Das Tauschgesetz gilt überall; ebenfalls erstmals in der Weltgeschichte ist das menschliche Leben komplett der Warenproduktion untergeordnet, und insofern sind Armut oder Reichtum nicht mehr von natürlichen Gegebenheiten abhängig, sondern vollkommen gesellschaftlich bedingt. Trinkwassermangel, Hunger, soziales Elend oder der Ausschluss von zivilisatorischen Errungenschaften bestimmen längst in katastrophischen Ausmaßen das Stadtleben.
Gleichzeitig konstatieren nicht wenige Menschen steigende Wohnkosten und die Verdrängung ökonomisch Benachteiligter in den betroffenen Quartieren. Weltweit lösen diese immobilienwirtschaftlichen Aufwertungsstrategien Proteste und Widerstand der bisherigen Bewohner_innen aus. Damit beschäftigt sich der Soziologie Andrej Holm in seiner neuesten Veröffentlichung: „Wir Bleiben Alle! Gentrifizierung – Städtische Konflikte um Aufwertung und Verdrängung“ ist unlängst im UnrastVerlag erschienen. Radio Corax sprach mit Holm.

Hausdurchsuchungen und Verhaftungen in Wien

Am 6. Juli 2010 wurden in Wien in drei WGs und einem Kulturverein Hausdurchsuchungen durchgeführt. Drei Personen wurden verhaftet. Als Grundlage dafür wurden Ermittlungen in Zusammenhang mit brennenden Mülltonnen vor einem AMS am 27. Juni 2010 angegeben.
Interviews mit einer Person aus der Soligruppe und einer Person aus dem von Hausdurchsuchungen betroffenen Kulturverein.

In memoriam Carlo Giuliani

Vor neun Jahren wurde Carlo Giualini während einer Demonstration gegen den G8-Gipfel in Genua von der Polizei getötet. CHI NON HA MEMORIA – NON HA FUTURO !




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