Archiv der Kategorie 'Repression '

oN aiR – 5.1.: Free Cesare Battisti! / Folter in Spanien / Zensur in Ungarn / Labour Radio / Buch der Woche

Folter in Spanien

Für etwas Aufregung sorgt derzeit in Spanien das bereits 2009 erschienene Buch „Manual del torturador español“ (Handbuch des spanischen Folterers) von Xabier Makazaga. Es ist im baskischen Verlag Txalaparta erschienen und schildert die gängigen Folterpraktiken in Spanien. Nun hat eine Medienkampagne gegen das Buch begonnen und zahlreiche Politiker haben es angegriffen und beispielsweise aus Stadtbüchereien entfernen lassen. Der Vorwurf: Autor und Verlag stünden der ETA, oder zumindest Batasuna nahe. Der Verlag hat das Buch daraufhin auf seiner Homepage zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Hierzu sprachen wir mit dem im Baskenland lebenden freien Journalisten Ralf Streck.

Zensur in Ungarn

Das freie Radio Tilos kommt als erstes ins Visier des neuen Medienrechts in Ungarn.

Free Cesare Battisti!

Die italienische Regierung tobt. Brasilien verweigert die Auslieferung von Cesare Battisti. „Qualitäts“medien wie der Standard schreiben den selben Presseagenturenschrott, wie alle anderen. Was steckt dahinter?

Labour Radio

Streiknews aus der ganzen Welt: Riot in Dubai / Belarus arrests /Columbian murders Bolivian Fuel protests /No to agency work in SA

Buch der Woche: Im Schatten des Hochschwab

Spannend wie ein Roman, wichtig, wie selten ein Buch, das in Graz erscheint. Josef Martin Presterl: Im Schatten des Hochschwab. Skizzen aus dem steirischen Widerstand. Hrsg. und eingeleitet von Heimo Halbrainer und Karl Wimmler

oN aiR – 29.12.: 2010 – Jahr des Zorns

2010 – Jahr des Zorns

„Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt, und während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen immer wieder: Bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut.. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“

Jahresrückblicke haben eine gewisse Tradition, und in fast jedem Medium werden uns am Jahresende die schönsten, aufregendsten, berührendsten und bewegendsten Momente des Jahres präsentiert. Diese Sendung versucht etwas ganz ähnliches. Wir blicken zurück auf ein Jahr voller Proteste, Demonstrationen, Streiks, und Riots. 2010 war ein Jahr des Zorns. Vielleicht war es aber auch das Jahr, in dem alles begonnen hat…

Die Sendung gibt es auch als mp3.

oN aiR – 22.9.: Free the Thessaloniki 4 // Das Kaninchenhaus // Streik in Kambodscha // Bewegung im Aufwind

Free the Thessaloniki 4

Im Zuge der Proteste gegen den EU Gipfel in Thessaloniki im Jahr 2003 wurden einige Dutzend Menschen verhaftet. Gegen vier Aktivisten beginnt am Freitag der Prozess. Die Anklage kann nur als skandalös bezeichnet werden. Mehr Infos hier.

Das Kaninchenhaus

Eine Kaninchenzucht als Tarnung für die illegale Druckerei. Das ist die Idee in Laura Albocas Roman „Das Kaninchenhaus“, der zur Zeit der Militärdiktatur in Argentinien spielt. Geschildert werden die Untergrundtätigkeiten der Stadtguerilla aus Sicht eines 7jährigen Mädchens – sie ist die Tochter von AktivistInnen der Montoneros. Hier gehts zum Buch.

Streik in Kambodscha

Einen menschenwürdigen Lohn fordern zwei Gewerkschaften für die Textilindustrie in Kambodscha. Inzwischen sind 200 000 Textilarbeiter und –arbeiterinnen im Ausstand.
Der von der Regierung neu festgesetzte Mindestlohn von 61 US-Dollar ist einfach zu wenige zum Leben. Die Gewerkschaften fordern 93 US-Dollar.
Durch den einwöchigen Streik will die 45 000 Mitglieder zählende ,Coalition of Cambodian Apparel Workers Democratic Union’ (C.CAWDU) und die ,National Independent Federation Textile Union of Cambodia’ (NIFTUC) mit 30 000 Mitgliedern, die Arbeitergebervereinigung an den Verhandlungstisch zwingen. Die Textilindustrie in Kambodscha macht rund 80 % des gesamten Exportes des Landes aus. Mehr als ein Viertel aller Industriebeschäftigten arbeiten in der Bekleidungsindustrie, insgesamt rund 330 000.
RDL führte ein Gespräch mit Julia Thimm von der Kampagne für Saubere Kleidung / Inkota.

Bewegung im Aufwind

Beitrag über die Demo mit 100.000 Teilnehmenden am 18.9.2010 in Berlin gegen die Atompolitik der Regierung. Zahlreiche Otöne von Sprechenden auf der Bühne und auf der Straße…

oN aiR – 21.7.: Wir Bleiben Alle?! — Hausdurchsuchungen und Verhaftungen in Wien — In memoriam Carlo Giuliani

Gespräch mit Andrej Holm über Interventionen gegen die Kapitalistische Stadt

Heute lebt erstmals in der Geschichte über die Häfte der Menschheit in Städten. Solche Zahlen sind mit der kritischen Frage zu konfrontieren, was „Leben in den Städten“ heißt, was unter gegebenen Verhältnissen überhaupt noch „Stadt“, ja „Leben“ heißt. Schließlich ist das Leben, das hier auf Stadt und Land verteilt scheint, in unserer Epoche ausnahmslos, räumlich wie zeitlich, vom Kapitalismus beherrscht. Das Tauschgesetz gilt überall; ebenfalls erstmals in der Weltgeschichte ist das menschliche Leben komplett der Warenproduktion untergeordnet, und insofern sind Armut oder Reichtum nicht mehr von natürlichen Gegebenheiten abhängig, sondern vollkommen gesellschaftlich bedingt. Trinkwassermangel, Hunger, soziales Elend oder der Ausschluss von zivilisatorischen Errungenschaften bestimmen längst in katastrophischen Ausmaßen das Stadtleben.
Gleichzeitig konstatieren nicht wenige Menschen steigende Wohnkosten und die Verdrängung ökonomisch Benachteiligter in den betroffenen Quartieren. Weltweit lösen diese immobilienwirtschaftlichen Aufwertungsstrategien Proteste und Widerstand der bisherigen Bewohner_innen aus. Damit beschäftigt sich der Soziologie Andrej Holm in seiner neuesten Veröffentlichung: „Wir Bleiben Alle! Gentrifizierung – Städtische Konflikte um Aufwertung und Verdrängung“ ist unlängst im UnrastVerlag erschienen. Radio Corax sprach mit Holm.

Hausdurchsuchungen und Verhaftungen in Wien

Am 6. Juli 2010 wurden in Wien in drei WGs und einem Kulturverein Hausdurchsuchungen durchgeführt. Drei Personen wurden verhaftet. Als Grundlage dafür wurden Ermittlungen in Zusammenhang mit brennenden Mülltonnen vor einem AMS am 27. Juni 2010 angegeben.
Interviews mit einer Person aus der Soligruppe und einer Person aus dem von Hausdurchsuchungen betroffenen Kulturverein.

In memoriam Carlo Giuliani

Vor neun Jahren wurde Carlo Giualini während einer Demonstration gegen den G8-Gipfel in Genua von der Polizei getötet. CHI NON HA MEMORIA – NON HA FUTURO !

oN aiR – 16.6.: Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika

Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika>

Der 1933 als Sohn einer säkularen jüdischen Einwandererfamilie in Kapstadt geborene Denis Goldberg war einer der weißen Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika. Wie seine Eltern war er in der Kommunistischen Partei politisch aktiv. Als die Befreiungsbewegung ANC nach dem Scheitern des gewaltfreien Widerstands 1961 einen bewaffneten Arm gründete, schloss sich der Bauingenieur Goldberg der Gruppe im Untergrund als technischer Offizier an. Bereits zwei Jahre später wurde er zusammen mit anderen Gefährten aus der Führungsspitze der Organisation verhaftet und gemeinsam mit ihnen und Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt.

Denis Goldberg verbrachte 22 Jahre in den Gefängnissen des Apartheidregimes. Er überstand diese Zeit mit Disziplin, politischer Überzeugung und aufgrund der Solidarität unter den Gefangenen. Die spektakuläre Flucht dreier Mitgefangener wurde u.a. durch seine Mithilfe ermöglicht.

1985 wurde Goldberg nach schwierigen Verhandlungen aus der Haft entlassen und nach Israel abgeschoben. Ungebrochen kämpfte er aus seinem Londoner Exil weiter für die Abschaffung der Apartheid und vertrat den ANC u.a. im Anti-Apartheid-Komitee der UNO. Im Jahr 2002 kehrte er nach Südafrika zurück.

In seinem Buch erzählt der unverbesserliche Optimist die Geschichte seines Lebens, die zugleich eine Geschichte des langen, schwierigen und oftmals schmerzhaften Weges Südafrikas in die Freiheit ist.

Mitschnitt der Buchpräsentation am 13.6.2010 in Graz.

Sendung als mp3

oN aiR – 2.6.: Widerstand im Fekterland // Spanien: Generalstreik gegen Zapateros Sparprogramm ?

Widerstand im Fekterland

Begonnen hat alles ganz harmlos. Als Österreichs Innenministerin Maria Fekter im Jänner zu einem Vortrag nach Salzburg kam, wurde sie von einer Gruppe von Demonstranten lautstark empfangen. Ihr Protest gegen Österreichs Asylpolitik äußerte sich in Sprechchören wie „Ausländer bleiben, Fekter vertreiben!“ oder „Ministerin für Lage rund Deportation!“.
Salzburgs Polizei ware beim Besuch ihrer Chefin zunächst nicht anwesend. Fekter konnte ihren Vortrag deshalb nicht beginnen. Als sie jedoch eintrafen, griffen die Beamten hart durch. Ein Polzist wurde dabei angeblich am Knie verletzt und begab sich vier Wochen in Krankenstand. Zwei Brüder wurden daraufhin angeklagt und vergangene Woche verurteilt. Einer der beiden – obwohl völlig unbescholten – sogar zu einem Monat Haft. Bernhard Jenny ist der Vater der beiden und Mitglied der Initiative Widerstand im Fekterland. Er erklärt im Interview mit der Radiofabrik, warum gegen das Urteil volle Berufung angemeldet wird.

Tatbestand Antifaschismus

Über die Grazer Polizei und ihr ganz besonderes Rechtsverständnis.

Spanien: Generalstreik gegen Zapateros Sparprogramm ?

Am Donnerstag, den 27.Mai konnte die (Minderheits.) Regierung Zapatero ihr 15 Mrd. € Sparprogramm für 2010 und 2011 durch das Paralment bekommen – mit einer Stimme Mehrheit. Dank der Enthaltung der katalanische Konservativen. 7 der 15 Mrd. sollen durch Lohnkürzungen im ÖD erbracht werden. Statt pauschal 5 % werden sie jetzt gestaffelt nach Höhe der Einkommen. Ein erster Reflex auf die angekündigten Proteste? Zunächst aber Ralf Streck was sind die weiteren Eckpunkte.

Bücher, Bücher, Bücher…

Ein paar Bücher für verregnete Sommertage hab ich auch dabei…

oN aiR – 24.3.: SKANDAL – Wie die Polizei unser Geld verschleudert / Parallelgesellschaft Kirche / Dietmar Dath / Saatguttreffen in Graz

SKANDAL – Wie die Polizei unser Geld verschleudert – A_partment politi_X deckt auf!

311 Beamte im Einsatz und 1490 Stunden Sondereinsatz… Und wofür? Ein halbes Kilo Marihuana!? Zig Tausende Euro an Steuergeldern wurden verschleudert, um ein halbes Kilo zu beschlagnahmen. Der Kollateralschaden für die Bevölkerung: Ständige Polizeiobservation, 278 Durchsuchungen, usw. Wie lange wollen und können wir uns diese Polizei noch leisten?

Parallelgesellschaft Katholische Kirche

Endlich wird über die fatale gesellschaftliche Rolle der Katholischen Kirche diskutiert. Trotz mancher worteicher Bekundungen, ist bei bestem Willen nicht absehbar, dass Religion das wird, was es in modernen Gesellschaften sein soll: Privatsache.
Gerade in den aktuellen Diskussionen darf sich die Kirche unwidersprochen als eine Einrichtung gerieren, die außerhalb der gesellschaftlichen Normen stellt. Anstatt mit der klaren Aussage rauszurücken, dass die sexuellen und körperlichen Übergriffe ihrer Funktionäre vor Gericht gebracht werden, schwafeln sie von Reue und Gnade Gottes. Die Katholische Kirche ist zum einen Parallelgesellschaft, die eigene Normen setzt, und zum anderen nach wie vor riesigen Einfluß zu nehmen versucht. 2000 Jahre Christentum sind genug!

Dietmar Dath über sein neues Buch „Deutschland macht dicht“

Am Rande der LEipziger Buchmesse sprach Kuno für Radio Blau mit Dietmar Dath über sein neues Buch „Deutschland macht dicht“. Dabei war auch sein Illustrator Piwi.

5. Europäische Saatguttreffen in Graz (24.-27.3.)

Diese Woche findet das Europäische Saatguttreffen unter dem Motto „Zukunft säen – Vielfalt ernten statt: Mehr Infos hier: http://www.liberate-diversity-graz2010.org




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