Archiv der Kategorie 'Marxismen'

oN aiR – 1.2.: Demo in Graz / Nagl rockt / Repression gegen No TAV – AktivistInnen / Insolvenz bei Schlecker / Buch der Woche

Demo in Graz

Die Proteste im Sozialbereich gehen weiter. Heute Nachmittag wurde für eine Erhöhung der Gehälter im Sozialbereich demonstriert.

Nagl rockt

Die ÖVP zieht in die Wahl, und Bgm. Sigi Nagl betritt zu den Klängen von AC/DC die Bühne, die „i´m a live wire. gonna set this town on fire!“ Was will er uns damit bloß sagen?

Repression gegen No TAV – AktivistInnen

Am Morgen des 26. Januar 2012 fand gleichzeitig in verschiedenen Städten Italiens eine große Verhaftungsaktion statt. Sie richtete sich gegen Angehörige der Protestbewegung gegen den Bau einer neuen Linie für einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Turin und Lyon. Seit Jahrzehnten setzt sich ein breites Bündnis unter dem Namen „NO TAV“ gegen diese Zuglinie ein.
Die Liste der Personen, die nun in Untersuchungshaft genommen wurden, reicht bis ins bürgerliche Spektrum hinein, besonders in den direkt betroffenen Berggemeinden. Als Begründung werden verschiedene Tatbestände genannt, die sich alle auf den Sommer 2011 beziehen. Damals blockierte die NO-TAV-Bewegung die Baustelle für einen neuen Bauabschnitt. Als Reaktion wurde ein Großaufgebot an Polizei und Militär zusammengezogen und das Protestcamp geräumt. RDL sprach zwei Tage nach der Verhaftungswelle mit Ezio vom NO-TAV-Kommittee Turin.

Insolvenz bei Schlecker

Der Name Schlecker steht nicht nur für billig Drogeriediscounter.
Schlecker steht auch für niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Streit mit Gewerkschaften und Betriebsräten.
Der Kaufmann Schlecker aus dem württembergischen Ehingen hat am Montag 23. Januar Insolvenz angemeldet. 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland sind nun gefährdet.
Im Interview Bernhard Franke Landesfachbereichsleiter Handel bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Baden-Württemberg.

Buch der Woche: Harry Cleaver: Das Kapital politisch lesen

Endlich gibt es das Buch auf deutsch! Mehr als dreißig Jahre hat es gedauert, und nun gibt es diesen Versuch „Das Kapital“ von Karl Marx anders zu lesen, auch in der deutschen Übersetzung: Harry Cleaver: Das Kapital politisch lesen.

Sommerprogramm 2011

Es ist Sommer, und damit gibts mal drei Wochen keine Live.Sendung, dafür aber ein paar Beiträge aus den Untiefen von freie-radios.net:

Mi, 27.7., 19 Uhr: 1919 – Münchner Räterepublik – Teil I
Fr, 29.7., 6 Uhr 30: Proletenpassion – Teil I
Mi, 3.8., 19 Uhr: 1919 – Münchner Räterepublik – Teil II
Fr, 5.8., 6 Uhr 30: Proletenpassion – Teil II
Mi, 10.8., 19 Uhr: Crashkurs – Klassen und Multitude
Fr, 12.8., 6 Uhr 30: Proletenpassion – Teil III

oN aiR – 20.4.: (Post-)Operaismus: Von der Arbeiterautonomie zur Multitude

(Post-)Operaismus: Von der Arbeiterautonomie zur Multitude

Buchpräsentation mit Martin Birkner und Robert Foltin: (Post-)Operaismus. Von der Arbeiterautonomie zur Multitude. Geschichte und Gegenwart, Theorie und Praxis; Stuttgart 2006. Mehr unter: www.theorie.org – Mitschnitt der Präsentation am 1.2.07 in Graz.

oN aiR – 29.12.: 2010 – Jahr des Zorns

2010 – Jahr des Zorns

„Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt, und während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen immer wieder: Bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut.. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“

Jahresrückblicke haben eine gewisse Tradition, und in fast jedem Medium werden uns am Jahresende die schönsten, aufregendsten, berührendsten und bewegendsten Momente des Jahres präsentiert. Diese Sendung versucht etwas ganz ähnliches. Wir blicken zurück auf ein Jahr voller Proteste, Demonstrationen, Streiks, und Riots. 2010 war ein Jahr des Zorns. Vielleicht war es aber auch das Jahr, in dem alles begonnen hat…

Die Sendung gibt es auch als mp3.

oN aiR – 15.12.: Die Kritik am Zins – Oder: Kritik, die keine ist

Die Kritik am Zins – Oder: Kritik, die keine ist

So viel Kritik war selten. Die aktuelle Krise hat dafür gesorgt, dass (beinahe) alle finden, dass da was falsch läuft im Kapitalismus. Von rechts bis halblinks ist man sich einig, dass die Gier der Manager und Banker gestoppt, und die Finanzmärkte unter Kontrolle gebracht werden müssen! Dafür müssen wir die Realwirtschaft wieder stärken, und dieser Wahnsinn um das Geld, das sich selbst vermehrt, muss ein Ende haben. In den unzähligen Projekten von Regionalwährungen (wie dem Styrrion in der Steiermark) geht mensch noch weiter: Wir brauchen ein anderes, ein richtiges Geld! Geld mit dem nicht spekuliert werden kann. Geld, das nicht gehortet wird, sondern sofort in die „Realwirtschaft“ zurückfließt.

Meist bezieht sich diese Kritik mehr oder weniger direkt auf das Werk von Silvio Gesell. Seine Vorstellungen einer natürlichen Wirtschaftsordnung und seine „Kritik“ am Geld erfreuen sich gerade jetzt wieder einer größeren Verbreitung. Trotz seines Antisemitismus und Rassismus beziehen sich sogar Linke positiv auf ihn bzw. tauchen seine Vorstellungen auch ihn fortschrittlichen Zusammenhängen auf. In der Sendung ist die Soziologin Nadja Rakowitz zu hören, die herausarbeitet, dass die Kritk am Zins eine Sackgasse der Kapitalismuskritik ist.

oN aiR – 15.9.: John Holloway: Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen

gespraech mit john holloway, autor des buches: die welt veraendern ohne die macht zu uebernehmen! (verlag westfaelisches dampfboot, 2002). in erster linie geht es um den inhalt des buches, und dann noch um die zapatistische bewegung.

oN aiR – 14.7.: Herbert Marcuse

„Der eindimensionale Mensch“ von Herbert Marcuse war in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wohl eines der meistgelesenen Bücher der StudentInnenbewegung. Aber auch heute noch lohnt es das Buch in die Hand zu nehmen, und sich mit dem Werk Marcuses zu beschäftigen.




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