Archiv der Kategorie 'Feminismus'

oN aiR – 29.12.: 2010 – Jahr des Zorns

2010 – Jahr des Zorns

„Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt, und während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen immer wieder: Bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut.. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“

Jahresrückblicke haben eine gewisse Tradition, und in fast jedem Medium werden uns am Jahresende die schönsten, aufregendsten, berührendsten und bewegendsten Momente des Jahres präsentiert. Diese Sendung versucht etwas ganz ähnliches. Wir blicken zurück auf ein Jahr voller Proteste, Demonstrationen, Streiks, und Riots. 2010 war ein Jahr des Zorns. Vielleicht war es aber auch das Jahr, in dem alles begonnen hat…

Die Sendung gibt es auch als mp3.

oN aiR – 3.3.: Demoberichte aus Graz / Bologna burns / Prozess gegen die TierschützerInnen

Demoberichte aus Graz

Letzen Samstag fand in Graz eine Demo gegen Arbeitszeitverlängerung statt, und am Montag gingen Menschen gegen das geplante Kohlekraftwerk in Voitsberg auf die Straße. – Zwei Demoberichte.

Bologna den Prozess machen

Bologna ist aber nicht nur der Name einer Stadt, sondern bezeichnet auch einen Hochschulreformprozess, der in den letzten 10 Jahren verheerende Auswirkungen auf die Universitäten ganz Europas gehabt hat.
Am 11. und 12. März 2010 wollen nun die Bildungs- und WissenschaftsministerInnen aus 46 Ländern das 10-jährige Bestehen des Bologna-Prozesses in Wien feiern. Aber sie werden nicht alleine sein – keine Party ohne uns!
Wir werden die Feierlichkeiten mit friedlichen, aber lautestarken Demonstrationen und Blockaden in den Straßen Wiens stören und in den anschließenden Tagen einen Alternativgipfel veranstalten.Mehr Infos gibt es hier.

Prozess gegen die TierschützerInnen

Am 2. März begann der Skandal-Prozess gegen die TierschützerInnen. Ein erster Bericht. Mehr Infos gibt es hier. Es trifft wenige, gemeint sind wir alle!

Howar Zinn: You can´t be neutral on a moving train
Vor wenigen Wochen ist der amerikanische Historiker Howard Zinn verstorben. Nun ist seine Autobiographie auch auf deutsch erschienen. Eine Buchbesprechung. Mehr Infos gibt es hier.

oN aiR – 2.9.: Militante AbtreibungsgegerInnen in Graz // FRONTEX

Militante AbtreibungsgegerInnen in Graz

Breites Bündnis von politischen Gruppen und Frauenorganisationen will gegen Aufmarsch militanter AbtreibungsgegnerInnen (Human Life International) protestieren – Polizei verbietet Demo als „Provokation“ von HLI – VeranstalterInnen: „ein demokratiepolitischer Skandal“

Seit Monaten belagern die militanten AbtreibungsgegnerInnen von Human Life International (HLI) eine Frauenarztpraxis in Graz, wobei sie Patientinnen belästigen. Zusätzlich marschieren sie jeden 1. Samstag im Monat in einer „Gebetsprozession“ auf, um den straffreien Schwangerschaftsabbruck als „Mord“ anzuprangern. (Die Lokalpresse berichtete im Mai 2009.)
Nach verschiedenen Aktionen ruft nun ein Bündnis zu einer Gegendemonstration auf. Damit fordern die VeranstalterInnen die Errichtung einer Schutzzone für Patientinnen vor der Arztpraxis und wollen die Öffentlichkeit über die frauenfeindlichen Inhalte und äußerst problematischen Methoden von HLI informieren.

Die Polizei hat diese Demonstration heute verboten. Begründet wird das damit, dass sie die militanten AbtreibungsgegnerInnen vor „Störungen“ schützen müsse. Als Störung bezeichnete die Polizei etwa das stille Hochhalten von Plakaten in der Nähe von HLI und kritische Megaphondurchsagen aus der polizeilich verordneten Distanz von 50 Metern.
Dazu die VeranstalterInnen: „Dass die Polizei das Bedürfnis militanter AbtreibungsgegnerInnen, keine Kritik hören zu müssen, für wichtiger hält als das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, ist ein demokratiepolitischer Skandal!“

Die VeranstalterInnen werden heute erneut eine Versammlung anmelden und von sich aus anbieten, sich in einem Abstand von 50 Metern hinter dem Zug von HLI zu bewegen. „Auf diese Weise können wir gerade noch in einer für die Öffentlichkeit wahrnehmbaren räumlichen Nähe unsere Besorgnis über die Methoden von HLI ausdrücken, ohne dabei HLI zu stören. Wir appellieren dringend an die Polizei, die Demonstration nicht wieder zu verbieten.“

„FRONTEX – Widersprüche im erweiterten Grenzraum“

Im Internet kann sich derzeit jeder ein Video ansehen, das deutsche und griechische Menschenrechtler am 20. August aus einem Internierungslager in Griechenland geschmuggelt haben. Heimlich gedreht von einem Insassen zeigen sie katastrophale Zustände in einem Lager.. Das Internierungslager Pagani auf Lesbos: „Schockierend“ nennt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in Genf die Bilder, die in den vergangenen Tagen ihren Weg aus dem Lager fanden. „Totales Versagen“ in ihrer Flüchtlings- und Asylpolitik warf die Organisation Human Rights Watch der griechischen Regierung vor. Gleichzeitig fand bis Montag auf der griechischen Insel Lesbos ein Noborder-Camp. Das Ziel des Aktionscamps war es, die Außengrenze der Europäischen Union anzuprangern, an der jährlich tausende Migranten sterben, die versuchen, ins Innere der Festung Europa zu gelangen. Zu denjenigen Akteuren, die das europäische Grenzregime Griechenlands und der EU an diesem Ort unterstützen, zählt auch die Grenzschutzagentur FRONTEX.

Eine ausführliche Broschüre zum Thema FRONTEX hat jetzt die Informationsstelle Militarisierung aus Tübingen vorgelegt. Titel : »FRONTEX – Widersprüche im erweiterten Grenzraum.«

Alexander Körner im Gespräch mit Christoph Marischka.

oN aiR – 17.6.: Volkskrieg – Ein Heimatfilm

Studiogespräch mit dem Regisseur Jan Pirker

“Vor der malerischen Kulisse der Hallstätter Alpen erzählt ‘Volkskrieg – Ein Heimatfilm’ eine Geschichte über Solidarität (und reflektiert dabei aktuelle gesellschaftliche Problemstellungen wie Migration, Geschlechter- und Arbeitsverhältnisse.) Fünf Menschen treffen sich auf einer Almhütte, bilden eine (nicht nur kulturell) vielfältige Gemeinschaft und schicken sich an, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, um mit natürlicher Selbstverständlichkeit soziale Zwänge zu durchbrechen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen.” Offizielle Graz-Premiere am 18.6. um 19 Uhr im spektral (Lendkai 45) Die Sendung als mp3.

oN aiR – 13.5.: Die „Wir können über alles reden“-Gentrification / Marxismus und Feminismus / Die KRISE

Die „Wir können über alles reden“ – Gentrification im Grazer Lend

Der Lendwirbel, inklusive eines Symposions, ist vorbei. Alles super! Alle freuen sich! Alles wird besser! Schöner neuer Lend! Braucht das Gute und Schöne überhaupt einen Kommentar? Ja, sicher…

Marxismus und Feminismus

„Marxismus und Feminismus führten eine unglückliche Ehe“ – mit diesem Zitat läßt sich das spannungsreiche Verhältnis der beiden Theorie- und Bewegungsrichtungen umschreiben. Heftig kritisierte die Frauenbewegung, dass Marx die Reproduktionsarbeit unberücksichtigt gelassen habe. Aktuell – in Zeiten der globalen Krise – stellt sich die Frage nach einer feministischen Rezeption des Marxismus von Neuem. Ein Interview mit Frigga Haug.

Diese Krise wird schwerer als wir uns vorstellen können

Wie lange die gegenwärtige Finanzkrise andauern wird und wie scharf die Auswirkungen noch zu spüren sein werden. Darüber streiten sich die Geister. Am weitesten geht hier möglicherweise der Publizist Christian Frings: Er will wissen, dass es sich um einen grundlegende Systemkrise handelt, die womöglich Jahrzehnte anhält.

oN aiR – 6.5.: liebeist.org

Studiogespräch über andere Liebes- und Lebensformen. Mehr Infos bei liebeist.org




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: