Archiv der Kategorie '(Anti)Rassismus'

oN aiR – 1.9.: Politisches Allerlei

… der moderator handelt sich durch die politische alltagspolitik von der fpö, über den tilo sarrazin zur agrarförderung und wieder zurück…

oN aiR – 4.8.: Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika (Wh.)

Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika

Der 1933 als Sohn einer säkularen jüdischen Einwandererfamilie in Kapstadt geborene Denis Goldberg war einer der weißen Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika. Wie seine Eltern war er in der Kommunistischen Partei politisch aktiv. Als die Befreiungsbewegung ANC nach dem Scheitern des gewaltfreien Widerstands 1961 einen bewaffneten Arm gründete, schloss sich der Bauingenieur Goldberg der Gruppe im Untergrund als technischer Offizier an. Bereits zwei Jahre später wurde er zusammen mit anderen Gefährten aus der Führungsspitze der Organisation verhaftet und gemeinsam mit ihnen und Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt.

Denis Goldberg verbrachte 22 Jahre in den Gefängnissen des Apartheidregimes. Er überstand diese Zeit mit Disziplin, politischer Überzeugung und aufgrund der Solidarität unter den Gefangenen. Die spektakuläre Flucht dreier Mitgefangener wurde u.a. durch seine Mithilfe ermöglicht.

1985 wurde Goldberg nach schwierigen Verhandlungen aus der Haft entlassen und nach Israel abgeschoben. Ungebrochen kämpfte er aus seinem Londoner Exil weiter für die Abschaffung der Apartheid und vertrat den ANC u.a. im Anti-Apartheid-Komitee der UNO. Im Jahr 2002 kehrte er nach Südafrika zurück.

In seinem Buch erzählt der unverbesserliche Optimist die Geschichte seines Lebens, die zugleich eine Geschichte des langen, schwierigen und oftmals schmerzhaften Weges Südafrikas in die Freiheit ist.

Mitschnitt der Buchpräsentation am 13.6.2010 in Graz.

oN aiR – 30.6.: Gedenkfeier am Persman-Hof // Judith Butler lehnt den Preis für Zivilcourage ab

Gedenken an die Opfer des Faschismus in den Kärntner Bergen

Jedes Jahr im Juni veranstaltet der Kärntner PartisanInnenverband in den Bergen über Bad Eisenkappel/Železna Kapla ein Gedenktreffen, um an die Opfer des Massakers am Persman-Hof und an die Opfer des antifaschistischen Kampfes zu erinnern. Auch dieses Jahr nahmen Hunderte Menschen aus Österreich und Slowenien an dem Treffen teil. Die Hauptrede hielt die Historikerin Lisa Rettl. Sie erinnerte darin besonders an die Kinder, die Opfer des Nazi-Terrors wurden. Mehr Informationen zum Persman-Hof und seiner Geschichte finden sich hier: http://www.persman.at

Proteste gegen den G20 Gipfel in Toronto

Vom 25. bis 27. Juni trafen sich in Kanada die G8 und anschließend die G20 Staaten um gemeinsam Fussball zu schauen. Viel interessanteres passierte auf den Straßen vor dem Gipfel. Wir sprachen mit einer Aktivistin vor Ort.

Zum Sendeschwerpunkt „Christopher Street Day“:

Judith Butler lehnt den Zivilcouragepreis des Berliner CSD ab

Die Philosophin lehnte vor wenigen Tagen den Zivilcourage-Preis des Berliner CSD e.V. ab. Ihr Begründung: „Von dieser rassistischen Komplizenschaft muss ich mich distanzieren!“. Ihre Rede ist in voller Länge zu hören. Ausserdem auch der Kommentar von Angela Davis zur Entscheidung von Butler.

oN aiR – 16.6.: Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika

Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika>

Der 1933 als Sohn einer säkularen jüdischen Einwandererfamilie in Kapstadt geborene Denis Goldberg war einer der weißen Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika. Wie seine Eltern war er in der Kommunistischen Partei politisch aktiv. Als die Befreiungsbewegung ANC nach dem Scheitern des gewaltfreien Widerstands 1961 einen bewaffneten Arm gründete, schloss sich der Bauingenieur Goldberg der Gruppe im Untergrund als technischer Offizier an. Bereits zwei Jahre später wurde er zusammen mit anderen Gefährten aus der Führungsspitze der Organisation verhaftet und gemeinsam mit ihnen und Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt.

Denis Goldberg verbrachte 22 Jahre in den Gefängnissen des Apartheidregimes. Er überstand diese Zeit mit Disziplin, politischer Überzeugung und aufgrund der Solidarität unter den Gefangenen. Die spektakuläre Flucht dreier Mitgefangener wurde u.a. durch seine Mithilfe ermöglicht.

1985 wurde Goldberg nach schwierigen Verhandlungen aus der Haft entlassen und nach Israel abgeschoben. Ungebrochen kämpfte er aus seinem Londoner Exil weiter für die Abschaffung der Apartheid und vertrat den ANC u.a. im Anti-Apartheid-Komitee der UNO. Im Jahr 2002 kehrte er nach Südafrika zurück.

In seinem Buch erzählt der unverbesserliche Optimist die Geschichte seines Lebens, die zugleich eine Geschichte des langen, schwierigen und oftmals schmerzhaften Weges Südafrikas in die Freiheit ist.

Mitschnitt der Buchpräsentation am 13.6.2010 in Graz.

Sendung als mp3

oN aiR – 9.6.: „Gaza-Friedensflotte“ // Ölkatastrophe im Golf von Mexiko // Paramilitärische Gewalt in Oaxaca

Und wieder brennt in Wien der Davidstern

Eindrücke von den Demonstrationen gegen und für Israel nach der Enterung der Schiffe der sog. „Gaza-Friedensflotte“ am 4. Juni in Wien.

Eine brennende israelische Fahne in einem Meer wehender Fahnen der Türkei, Österreichs, Palästinas, der rechtsextremen türkisch-nationalistischen MHP – besser bekannt durch ihre „Grauen Wölfe“, flankiert von Transparenten von SLP, Linkswende und Revolution, Sprechchöre, die Allahu Akbar, Israel: Terrorist und Intifada skandieren, … am Freitag, den 4. Juni marschierten nach unserer Zählung auf der Ringstraße mindestens 7000 Personen zur Hofburg, um gegen Israel zu demonstrieren. Von Antisemitismus distanzierten sich mehrere Redner_innen und Teilnehmer_innen, vielmehr gehe es darum, anlässlich der militärischen Enterung eines Schiffes der sogenannten Gaza-Friedensflotte, bei der mehrere Menschen getötet wurden, gegen Menschenrechtsverletzungen Israels und gegen die Blockade Gazas zu protestieren. Immerhin: im Gegensatz zu einer kleineren Demonstration am Dienstag wurden keine Scheiben eingeschlagen, wenn eine israelische Fahne gesehen wurde, wurden keine Passant_innen zusammen geschlagen, waren keine nach Hitler rufenden Schilder zu sehen.

Gleichzeitig mit der Anti-Israel-Demonstration protestierten am Stock-im-Eisen-Platz zwei- bis dreihundert Menschen gegen die antiisraelische Hetze und gegen einseitige politische Verurteilungen Israels durch die Politik, allen voran der FPÖ oder auf sozialdemokratischen Antrag einstimmig im Wiener Gemeinderat.

„Eine dumme Operation, illegal und unmoralisch“ – Interview mit Uri Avnery

„Es war eine dumme Operation, illegal und unmoralisch“. Das sagt der israelische Friedensaktivist Uri Avnery zur Stürmung der Gaza Flotte vor gut einer Woche. Wir baten ihn heute um eine Beurteilung des umstrittenen Militäreinsatzes, aber auch um einen Bericht zur Stimmung in der israelischen Bevölkerung und den Friedensprotesten in Israel vom Wochenende.

Über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Oder: Wie Skandale helfen, die Anstößigkeit der Normalität zu verdecken

Beitrag, der sich seinen Weg vom heutigen „Tag des Meeres“ über die Tatsache, dass die Rettung der Welt vor den Menschen für die Menschen Chefsache geworden ist, bis zur hilfreichen Funktion von Skandalen, die die Anstößigkeit der Normalität verdecken, bahnt..

Oaxaca (Mexiko): Paramilitärische Gewalt kurz vor den Lokal-Wahlen

Im Jahr 2006 sorgte ein großer Volksaufstand im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca international für Aufmerksamkeit. Zehntausende Menschen hatten sich einem Streik von LehrerInnen angeschlossen und monatelang Oaxaca-Stadt blockiert. Der äußerst blutigen Zerschlagung dieses Aufstandes unter Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz folgten Gewalt und Repressionen, die bis heute anhalten.
Bald wird in Oaxaca ein neuer Gouverneur gewählt. Und die Gewalt nimmt nochmals zu. In nur wenigen Wochen hat es drei blutige Überfälle von Paramilitärs gegeben.
Hierüber sprachen wir mit Philipp Gerber. Er ist Mitglied von „Direkte Solidarität mit Chiapas“ und Mitarbeiter von „Medical International Schweiz“.

oN aiR – 5.5.: 10 Jahre A_partment politi_X // Griechenland: Krise und Widerstand // Widerstand gegen Abschiebungen

10 Jahre A_partment politi_X

Zehn Jahre ist es her, dass „A_partment politi_X“ das erste Mal „on air“ gegangen ist. Über 500 Sendungen sind es wohl gewesen, und das Hauptziel – „Die Abschaffung des Kapitalismus“ – ist auch nach zehn Jahren noch nicht erreicht. Eine kleine Rückschau auf die letzten zehn Jahre und eine Vorschau auf die nächsten zehn Jahre.

Widerstand gegen Abschiebungen

Am 29. April 2010 gegen 10 Uhr umstellten ca. 130 PolizistInnen den gesamten Sportplatz MARSWIESE in Wien um die Spieler der SANS PAPIERS festzunehmen und in die Schubhaft zu ueberstellen. Die sofortige Abschiebung derselben wurde noch fuer den selben tag in Aussicht gestellt. Als sich das in Wien herumsprach, kam es zu einer spontanen Demonstration. In den letzten Tagen wurden die Proteste gegen die Abschiebungen fortgesetzt.

Griechenland: Krise und Widerstand

Griechenland in aller Munde. Endlich haben die Demagogen aller Couleur einen Schuldigen für die Krise gefunden. Die griechische Bevölkerung begegnet den Einsparungsplänen mit massiven Protesten. Inklusive eines Live-Telefonats mit einem Aktivisten in Athen. Die beiden Interviews finden sich im Download-Bereich!

oN aiR – 21.4.: Proteste gegen den Auftritt von B. Rosenkranz // Buchrezensionen // Kleine Zeitung: Lügen wie gedruckt // Reformunfähige Kirche

Kleine Zeitung: Lügen wie gedruckt

Manche halten die Kleine Zeitung ja noch immer für ein Qualitätsblatt. Die Proteste gegen den Auftritt von Barbara Rosenkranz sind Anlass, um das Kleinformat mal näher zu begutachten.

Proteste gegen den Auftritt von Barbara Rosenkranz am Grazer Hauptplatz

Wieder waren Hunderte auf den Hauptplatz gekommen, um gegen die Veranstaltung der FPÖ zu demonstrieren. Ein Bericht und ein paar Gedanken zum neuen Antifaschismus.

Reformunfähig? Von kirchlich verfolgten Schwulen, von Päderasten in Roben und rechtsklerikalen Pharisäern im Bischofsrang

Es ist unsäglich, was da jüngst alles passiert ist in der allerscheinheiligsten römisch-katholischen Kirche. Der Bischof Müller aus Regensburg trat dabei als rechtsklerikaler Racheengel ähnlich durchgeknallt in Erscheinung wie sein Ex-Kinder-verprügelnder Amtskollege Mixa aus Augsburg, Bischof Overbeck in einer ARD-Talkshow und der 2.Mann hinter dem Papst mit Namen Bertone. Dieser Herr meinte jüngst, es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie.
Die Kollegen von Radio LoRa München wollten auch einen Katholischen Theologen zu Wort kommen lassen und haben deshalb Peter Bürger angerufen, der schon lange für eine Befreiung von den Fesseln des Klerikalismus kämpft.
Wie sieht er das, wenn in der Kirche Schwule wieder verfolgt werden, als Perverse gebrandmarkt, vom vatikanischen Generalsekretär des Papstes höchstselbst?

Buchrezensionen

Es ist wieder mal Zeit euch ein paar Bücher ans Herz zu legen. Unter den Empfehlungen findet sich „Kinder der Hoffnung“ von Marc Levy, „Deckname Otto“ von Lisa St Aubin de Teran, und „Common Wealth. Das Ende des Eigentums“ von Michael Hardt und Antonio Negri.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: