oN aiR – 15.12.: Die Kritik am Zins – Oder: Kritik, die keine ist

Die Kritik am Zins – Oder: Kritik, die keine ist

So viel Kritik war selten. Die aktuelle Krise hat dafür gesorgt, dass (beinahe) alle finden, dass da was falsch läuft im Kapitalismus. Von rechts bis halblinks ist man sich einig, dass die Gier der Manager und Banker gestoppt, und die Finanzmärkte unter Kontrolle gebracht werden müssen! Dafür müssen wir die Realwirtschaft wieder stärken, und dieser Wahnsinn um das Geld, das sich selbst vermehrt, muss ein Ende haben. In den unzähligen Projekten von Regionalwährungen (wie dem Styrrion in der Steiermark) geht mensch noch weiter: Wir brauchen ein anderes, ein richtiges Geld! Geld mit dem nicht spekuliert werden kann. Geld, das nicht gehortet wird, sondern sofort in die „Realwirtschaft“ zurückfließt.

Meist bezieht sich diese Kritik mehr oder weniger direkt auf das Werk von Silvio Gesell. Seine Vorstellungen einer natürlichen Wirtschaftsordnung und seine „Kritik“ am Geld erfreuen sich gerade jetzt wieder einer größeren Verbreitung. Trotz seines Antisemitismus und Rassismus beziehen sich sogar Linke positiv auf ihn bzw. tauchen seine Vorstellungen auch ihn fortschrittlichen Zusammenhängen auf. In der Sendung ist die Soziologin Nadja Rakowitz zu hören, die herausarbeitet, dass die Kritk am Zins eine Sackgasse der Kapitalismuskritik ist.





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