Archiv für Dezember 2010

oN aiR – 29.12.: 2010 – Jahr des Zorns

2010 – Jahr des Zorns

„Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt, und während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen immer wieder: Bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut, bis hierher gings noch gut.. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“

Jahresrückblicke haben eine gewisse Tradition, und in fast jedem Medium werden uns am Jahresende die schönsten, aufregendsten, berührendsten und bewegendsten Momente des Jahres präsentiert. Diese Sendung versucht etwas ganz ähnliches. Wir blicken zurück auf ein Jahr voller Proteste, Demonstrationen, Streiks, und Riots. 2010 war ein Jahr des Zorns. Vielleicht war es aber auch das Jahr, in dem alles begonnen hat…

Die Sendung gibt es auch als mp3.

oN aiR – 22.12.: In memoriam Peter O. Chotjewitz

Am 15.12. ist der Schriftsteller und Übersetzer Peter O. Chotjewitz verstorben. Aus diesem Anlass wiederholen wir die Sendung vom 21.5.2008:

Peter O. Chotjewitz: Mein Freund Klaus

„Mein Freund Klaus“ widmet sich der Geschichte von Klaus Croissant, dem RAF-Anwalt. Peter O. Chotjewitz hat die Bewegungen der sechziger und siebziger Jahre von innen erlebt. Er ist einer der wichtigsten Literaten dieser Zeit, hat Dario Fo und Nanni Balestrini aus dem Italienischen übersetzt, und war in seiner Rolle als Jurist der Wahlverteidiger von Andreas Baader und Peter Paul Zahl. „Die Meisten haben damals von „draußen“ beobachtet, Chotjewitz schreibt von „drinnen“, als Insider.“ (Hessischer Rundfunk)

oN aiR – 15.12.: Die Kritik am Zins – Oder: Kritik, die keine ist

Die Kritik am Zins – Oder: Kritik, die keine ist

So viel Kritik war selten. Die aktuelle Krise hat dafür gesorgt, dass (beinahe) alle finden, dass da was falsch läuft im Kapitalismus. Von rechts bis halblinks ist man sich einig, dass die Gier der Manager und Banker gestoppt, und die Finanzmärkte unter Kontrolle gebracht werden müssen! Dafür müssen wir die Realwirtschaft wieder stärken, und dieser Wahnsinn um das Geld, das sich selbst vermehrt, muss ein Ende haben. In den unzähligen Projekten von Regionalwährungen (wie dem Styrrion in der Steiermark) geht mensch noch weiter: Wir brauchen ein anderes, ein richtiges Geld! Geld mit dem nicht spekuliert werden kann. Geld, das nicht gehortet wird, sondern sofort in die „Realwirtschaft“ zurückfließt.

Meist bezieht sich diese Kritik mehr oder weniger direkt auf das Werk von Silvio Gesell. Seine Vorstellungen einer natürlichen Wirtschaftsordnung und seine „Kritik“ am Geld erfreuen sich gerade jetzt wieder einer größeren Verbreitung. Trotz seines Antisemitismus und Rassismus beziehen sich sogar Linke positiv auf ihn bzw. tauchen seine Vorstellungen auch ihn fortschrittlichen Zusammenhängen auf. In der Sendung ist die Soziologin Nadja Rakowitz zu hören, die herausarbeitet, dass die Kritk am Zins eine Sackgasse der Kapitalismuskritik ist.

oN aiR – 8.12.: Smells like Fascism // Das – ach so – neutrale Österreich // PISA, PISA, PISA… // Klimagipfel in Cancun // Buch der Woche

Smells like Fascism

In Spanien werden die Fluglotsen mit gezogener Knarre zur Arbeit gezwungen. Eine Einschätzung.

Pisa, Pisa, Pisa,….

Alle reden über Pisa! Auch ich! Einige persönliche Anmerkungen.

Klimagipfel in Cancun

War da nicht was? Ah ja, die Herren der Welt retten dieselbige. Eine Polemik.

Das – ach so – neutrale Österreich

Die USA beschweren sich über mangelndes kriegerisches Engagement Österreichs. Darabos verteidigt sich. Keine Verteidigung.

Buch der Woche: Umkämpfte Erinnerung

Ein ReiseLeseBuch über Kärnten, Slowenien und Triest: Umkämpfte Erinnerung. Eine Empfehlung.




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