oN aiR – 9.6.: „Gaza-Friedensflotte“ // Ölkatastrophe im Golf von Mexiko // Paramilitärische Gewalt in Oaxaca

Und wieder brennt in Wien der Davidstern

Eindrücke von den Demonstrationen gegen und für Israel nach der Enterung der Schiffe der sog. „Gaza-Friedensflotte“ am 4. Juni in Wien.

Eine brennende israelische Fahne in einem Meer wehender Fahnen der Türkei, Österreichs, Palästinas, der rechtsextremen türkisch-nationalistischen MHP – besser bekannt durch ihre „Grauen Wölfe“, flankiert von Transparenten von SLP, Linkswende und Revolution, Sprechchöre, die Allahu Akbar, Israel: Terrorist und Intifada skandieren, … am Freitag, den 4. Juni marschierten nach unserer Zählung auf der Ringstraße mindestens 7000 Personen zur Hofburg, um gegen Israel zu demonstrieren. Von Antisemitismus distanzierten sich mehrere Redner_innen und Teilnehmer_innen, vielmehr gehe es darum, anlässlich der militärischen Enterung eines Schiffes der sogenannten Gaza-Friedensflotte, bei der mehrere Menschen getötet wurden, gegen Menschenrechtsverletzungen Israels und gegen die Blockade Gazas zu protestieren. Immerhin: im Gegensatz zu einer kleineren Demonstration am Dienstag wurden keine Scheiben eingeschlagen, wenn eine israelische Fahne gesehen wurde, wurden keine Passant_innen zusammen geschlagen, waren keine nach Hitler rufenden Schilder zu sehen.

Gleichzeitig mit der Anti-Israel-Demonstration protestierten am Stock-im-Eisen-Platz zwei- bis dreihundert Menschen gegen die antiisraelische Hetze und gegen einseitige politische Verurteilungen Israels durch die Politik, allen voran der FPÖ oder auf sozialdemokratischen Antrag einstimmig im Wiener Gemeinderat.

„Eine dumme Operation, illegal und unmoralisch“ – Interview mit Uri Avnery

„Es war eine dumme Operation, illegal und unmoralisch“. Das sagt der israelische Friedensaktivist Uri Avnery zur Stürmung der Gaza Flotte vor gut einer Woche. Wir baten ihn heute um eine Beurteilung des umstrittenen Militäreinsatzes, aber auch um einen Bericht zur Stimmung in der israelischen Bevölkerung und den Friedensprotesten in Israel vom Wochenende.

Über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Oder: Wie Skandale helfen, die Anstößigkeit der Normalität zu verdecken

Beitrag, der sich seinen Weg vom heutigen „Tag des Meeres“ über die Tatsache, dass die Rettung der Welt vor den Menschen für die Menschen Chefsache geworden ist, bis zur hilfreichen Funktion von Skandalen, die die Anstößigkeit der Normalität verdecken, bahnt..

Oaxaca (Mexiko): Paramilitärische Gewalt kurz vor den Lokal-Wahlen

Im Jahr 2006 sorgte ein großer Volksaufstand im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca international für Aufmerksamkeit. Zehntausende Menschen hatten sich einem Streik von LehrerInnen angeschlossen und monatelang Oaxaca-Stadt blockiert. Der äußerst blutigen Zerschlagung dieses Aufstandes unter Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz folgten Gewalt und Repressionen, die bis heute anhalten.
Bald wird in Oaxaca ein neuer Gouverneur gewählt. Und die Gewalt nimmt nochmals zu. In nur wenigen Wochen hat es drei blutige Überfälle von Paramilitärs gegeben.
Hierüber sprachen wir mit Philipp Gerber. Er ist Mitglied von „Direkte Solidarität mit Chiapas“ und Mitarbeiter von „Medical International Schweiz“.





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