Archiv für Juni 2010

oN aiR – 30.6.: Gedenkfeier am Persman-Hof // Judith Butler lehnt den Preis für Zivilcourage ab

Gedenken an die Opfer des Faschismus in den Kärntner Bergen

Jedes Jahr im Juni veranstaltet der Kärntner PartisanInnenverband in den Bergen über Bad Eisenkappel/Železna Kapla ein Gedenktreffen, um an die Opfer des Massakers am Persman-Hof und an die Opfer des antifaschistischen Kampfes zu erinnern. Auch dieses Jahr nahmen Hunderte Menschen aus Österreich und Slowenien an dem Treffen teil. Die Hauptrede hielt die Historikerin Lisa Rettl. Sie erinnerte darin besonders an die Kinder, die Opfer des Nazi-Terrors wurden. Mehr Informationen zum Persman-Hof und seiner Geschichte finden sich hier: http://www.persman.at

Proteste gegen den G20 Gipfel in Toronto

Vom 25. bis 27. Juni trafen sich in Kanada die G8 und anschließend die G20 Staaten um gemeinsam Fussball zu schauen. Viel interessanteres passierte auf den Straßen vor dem Gipfel. Wir sprachen mit einer Aktivistin vor Ort.

Zum Sendeschwerpunkt „Christopher Street Day“:

Judith Butler lehnt den Zivilcouragepreis des Berliner CSD ab

Die Philosophin lehnte vor wenigen Tagen den Zivilcourage-Preis des Berliner CSD e.V. ab. Ihr Begründung: „Von dieser rassistischen Komplizenschaft muss ich mich distanzieren!“. Ihre Rede ist in voller Länge zu hören. Ausserdem auch der Kommentar von Angela Davis zur Entscheidung von Butler.

oN aiR – 23.6.: Denis Goldberg: Der Auftrag (Wiederholung)

Wiederholung der Sendung von letzter Woche!

Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika>

Der 1933 als Sohn einer säkularen jüdischen Einwandererfamilie in Kapstadt geborene Denis Goldberg war einer der weißen Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika. Wie seine Eltern war er in der Kommunistischen Partei politisch aktiv. Als die Befreiungsbewegung ANC nach dem Scheitern des gewaltfreien Widerstands 1961 einen bewaffneten Arm gründete, schloss sich der Bauingenieur Goldberg der Gruppe im Untergrund als technischer Offizier an. Bereits zwei Jahre später wurde er zusammen mit anderen Gefährten aus der Führungsspitze der Organisation verhaftet und gemeinsam mit ihnen und Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt.

Denis Goldberg verbrachte 22 Jahre in den Gefängnissen des Apartheidregimes. Er überstand diese Zeit mit Disziplin, politischer Überzeugung und aufgrund der Solidarität unter den Gefangenen. Die spektakuläre Flucht dreier Mitgefangener wurde u.a. durch seine Mithilfe ermöglicht.

1985 wurde Goldberg nach schwierigen Verhandlungen aus der Haft entlassen und nach Israel abgeschoben. Ungebrochen kämpfte er aus seinem Londoner Exil weiter für die Abschaffung der Apartheid und vertrat den ANC u.a. im Anti-Apartheid-Komitee der UNO. Im Jahr 2002 kehrte er nach Südafrika zurück.

In seinem Buch erzählt der unverbesserliche Optimist die Geschichte seines Lebens, die zugleich eine Geschichte des langen, schwierigen und oftmals schmerzhaften Weges Südafrikas in die Freiheit ist.

Mitschnitt der Buchpräsentation am 13.6.2010 in Graz.

Sendung als mp3

oN aiR – 16.6.: Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika

Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika>

Der 1933 als Sohn einer säkularen jüdischen Einwandererfamilie in Kapstadt geborene Denis Goldberg war einer der weißen Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika. Wie seine Eltern war er in der Kommunistischen Partei politisch aktiv. Als die Befreiungsbewegung ANC nach dem Scheitern des gewaltfreien Widerstands 1961 einen bewaffneten Arm gründete, schloss sich der Bauingenieur Goldberg der Gruppe im Untergrund als technischer Offizier an. Bereits zwei Jahre später wurde er zusammen mit anderen Gefährten aus der Führungsspitze der Organisation verhaftet und gemeinsam mit ihnen und Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt.

Denis Goldberg verbrachte 22 Jahre in den Gefängnissen des Apartheidregimes. Er überstand diese Zeit mit Disziplin, politischer Überzeugung und aufgrund der Solidarität unter den Gefangenen. Die spektakuläre Flucht dreier Mitgefangener wurde u.a. durch seine Mithilfe ermöglicht.

1985 wurde Goldberg nach schwierigen Verhandlungen aus der Haft entlassen und nach Israel abgeschoben. Ungebrochen kämpfte er aus seinem Londoner Exil weiter für die Abschaffung der Apartheid und vertrat den ANC u.a. im Anti-Apartheid-Komitee der UNO. Im Jahr 2002 kehrte er nach Südafrika zurück.

In seinem Buch erzählt der unverbesserliche Optimist die Geschichte seines Lebens, die zugleich eine Geschichte des langen, schwierigen und oftmals schmerzhaften Weges Südafrikas in die Freiheit ist.

Mitschnitt der Buchpräsentation am 13.6.2010 in Graz.

Sendung als mp3

oN aiR – 9.6.: „Gaza-Friedensflotte“ // Ölkatastrophe im Golf von Mexiko // Paramilitärische Gewalt in Oaxaca

Und wieder brennt in Wien der Davidstern

Eindrücke von den Demonstrationen gegen und für Israel nach der Enterung der Schiffe der sog. „Gaza-Friedensflotte“ am 4. Juni in Wien.

Eine brennende israelische Fahne in einem Meer wehender Fahnen der Türkei, Österreichs, Palästinas, der rechtsextremen türkisch-nationalistischen MHP – besser bekannt durch ihre „Grauen Wölfe“, flankiert von Transparenten von SLP, Linkswende und Revolution, Sprechchöre, die Allahu Akbar, Israel: Terrorist und Intifada skandieren, … am Freitag, den 4. Juni marschierten nach unserer Zählung auf der Ringstraße mindestens 7000 Personen zur Hofburg, um gegen Israel zu demonstrieren. Von Antisemitismus distanzierten sich mehrere Redner_innen und Teilnehmer_innen, vielmehr gehe es darum, anlässlich der militärischen Enterung eines Schiffes der sogenannten Gaza-Friedensflotte, bei der mehrere Menschen getötet wurden, gegen Menschenrechtsverletzungen Israels und gegen die Blockade Gazas zu protestieren. Immerhin: im Gegensatz zu einer kleineren Demonstration am Dienstag wurden keine Scheiben eingeschlagen, wenn eine israelische Fahne gesehen wurde, wurden keine Passant_innen zusammen geschlagen, waren keine nach Hitler rufenden Schilder zu sehen.

Gleichzeitig mit der Anti-Israel-Demonstration protestierten am Stock-im-Eisen-Platz zwei- bis dreihundert Menschen gegen die antiisraelische Hetze und gegen einseitige politische Verurteilungen Israels durch die Politik, allen voran der FPÖ oder auf sozialdemokratischen Antrag einstimmig im Wiener Gemeinderat.

„Eine dumme Operation, illegal und unmoralisch“ – Interview mit Uri Avnery

„Es war eine dumme Operation, illegal und unmoralisch“. Das sagt der israelische Friedensaktivist Uri Avnery zur Stürmung der Gaza Flotte vor gut einer Woche. Wir baten ihn heute um eine Beurteilung des umstrittenen Militäreinsatzes, aber auch um einen Bericht zur Stimmung in der israelischen Bevölkerung und den Friedensprotesten in Israel vom Wochenende.

Über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Oder: Wie Skandale helfen, die Anstößigkeit der Normalität zu verdecken

Beitrag, der sich seinen Weg vom heutigen „Tag des Meeres“ über die Tatsache, dass die Rettung der Welt vor den Menschen für die Menschen Chefsache geworden ist, bis zur hilfreichen Funktion von Skandalen, die die Anstößigkeit der Normalität verdecken, bahnt..

Oaxaca (Mexiko): Paramilitärische Gewalt kurz vor den Lokal-Wahlen

Im Jahr 2006 sorgte ein großer Volksaufstand im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca international für Aufmerksamkeit. Zehntausende Menschen hatten sich einem Streik von LehrerInnen angeschlossen und monatelang Oaxaca-Stadt blockiert. Der äußerst blutigen Zerschlagung dieses Aufstandes unter Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz folgten Gewalt und Repressionen, die bis heute anhalten.
Bald wird in Oaxaca ein neuer Gouverneur gewählt. Und die Gewalt nimmt nochmals zu. In nur wenigen Wochen hat es drei blutige Überfälle von Paramilitärs gegeben.
Hierüber sprachen wir mit Philipp Gerber. Er ist Mitglied von „Direkte Solidarität mit Chiapas“ und Mitarbeiter von „Medical International Schweiz“.

oN aiR – 2.6.: Widerstand im Fekterland // Spanien: Generalstreik gegen Zapateros Sparprogramm ?

Widerstand im Fekterland

Begonnen hat alles ganz harmlos. Als Österreichs Innenministerin Maria Fekter im Jänner zu einem Vortrag nach Salzburg kam, wurde sie von einer Gruppe von Demonstranten lautstark empfangen. Ihr Protest gegen Österreichs Asylpolitik äußerte sich in Sprechchören wie „Ausländer bleiben, Fekter vertreiben!“ oder „Ministerin für Lage rund Deportation!“.
Salzburgs Polizei ware beim Besuch ihrer Chefin zunächst nicht anwesend. Fekter konnte ihren Vortrag deshalb nicht beginnen. Als sie jedoch eintrafen, griffen die Beamten hart durch. Ein Polzist wurde dabei angeblich am Knie verletzt und begab sich vier Wochen in Krankenstand. Zwei Brüder wurden daraufhin angeklagt und vergangene Woche verurteilt. Einer der beiden – obwohl völlig unbescholten – sogar zu einem Monat Haft. Bernhard Jenny ist der Vater der beiden und Mitglied der Initiative Widerstand im Fekterland. Er erklärt im Interview mit der Radiofabrik, warum gegen das Urteil volle Berufung angemeldet wird.

Tatbestand Antifaschismus

Über die Grazer Polizei und ihr ganz besonderes Rechtsverständnis.

Spanien: Generalstreik gegen Zapateros Sparprogramm ?

Am Donnerstag, den 27.Mai konnte die (Minderheits.) Regierung Zapatero ihr 15 Mrd. € Sparprogramm für 2010 und 2011 durch das Paralment bekommen – mit einer Stimme Mehrheit. Dank der Enthaltung der katalanische Konservativen. 7 der 15 Mrd. sollen durch Lohnkürzungen im ÖD erbracht werden. Statt pauschal 5 % werden sie jetzt gestaffelt nach Höhe der Einkommen. Ein erster Reflex auf die angekündigten Proteste? Zunächst aber Ralf Streck was sind die weiteren Eckpunkte.

Bücher, Bücher, Bücher…

Ein paar Bücher für verregnete Sommertage hab ich auch dabei…




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: