Archiv für April 2009

oN aiR – 29.4.: Raus zum 1. Mai! / 10. Todestag von Marcus Omofuma / BUKO-Kongress / KRISE / Horrorvirus

Raus zum 1. Mai!

Alle Jahre wieder, und das seit mittlerweile neun Jahren (!), gibt es rund um den 1. Mai einen kurzen historischen Abriss, warum der 1. Mai nicht der „Tag der Arbeit“ ist, und warum der „Internationale Kampftag“ in diesem Jahr wichtiger denn je ist.

BUKO-Kongress in Lüneburg

Der 32. Bundeskongress der „Bundeskoordination Internationalismus“ findet dieses Jahr vom 21. bis 24. Mai in Lüneburg statt. Mehr Infos hier.

Marcus Omofuma, Operation Spring und die Folgen

Am 1. Mai 1999 sollte Marcus Omofuma von drei österreichischen Fremdenpolizisten nach Nigeria abgeschoben werden.
Sie sollten die Gelegenheit nutzen Marcus Omofuma abzuschieben, bevor er in seinem laufenden Asylverfahren, das in zweiter Instanz abgewiesen worden war, nochmal in Berufung gehen konnte. Marcus Omofuma wehrte sich gegen den Versuch gegen seinen Willen an den Ort zurückgebracht zu werden, von dem er 1994 geflohen war. Die drei Polizisten haben ihn mit zusätzlicher Mithilfe der Flughafenpolizei gefesselt und ins Flugzeug getragen.
Im Passagierflugzeug wurde Marcus Omofuma wiederholt geknebelt. Dies geschah mit einem eigens privat angeschafften Set aus Leukoplast, Klebebändern und Klettverschlüssen – das bei Abschiebungen jeweils untereinander an die ausführenden Beamt_Innen weiter gereicht wird.
Mehrere Passagiere setzen sich für den fixierten Omofuma ein, dem Mund und Nase verklebt waren. Ein Passagier warnte die Polizei das sie aufpassen sollen, dass er nicht erstickt. Bei der Zwischenlandung in Sofia war Marcus Omofuma tot.
Beitrag im Rahmen der Sendereihe anlässlich des 10. Todestages von Marcus Omofuma am 1. Mai 2009.

Diese Krise wird schwerer als wir uns vorstellen können!

Diese Krise wird schwerer als wir uns vorstellen können. Das sagt der Publizist Christian Frings. Während andere von 1, 2 oder maximal 3 Jahren ausgehen, bis der Aufschwung wieder einsetzt, glaubt er, dass wir es mit einer tiefgehenden Systemkrise des Kapitalismus zu tun haben, die den Zusammenbruch des Währungssystems und der globalen Machtverteilung nach sich zieht und es 30 – 40 Jahre dauern könnte, bis ein neuer Ordnungsrahmen geschaffen ist.


Und natürlich machen wir auch beim Hype der Woche mit: ACHTUNG! – Der Horrorvirus ist da! – Übertragung durch Radiowellen wird nicht ausgeschlossen!

oN aiR – 22.4.: Antifa-Demo in Braunau / Streikbeschluss der Drucker / Bolivien / Graz wird „City of Design“

Antifa-Demo in Braunau

Letzten Samstag demonstrierten 700 Menschen in Braunau gegen die NVP und den zunehmenden Rechtsextremismus. Ein Demo-Bericht.

Graz wird „City of Design“

Graz darf sich bald wieder einen Titel umhängen. Wir werden nun nämlich „City of Design“. Allein um das zu werden muss die Stadt 200.000 Euro springen lassen, aber dafür werden wir dann mit Barcelona und Buenos Aires in einem Atemzug genannt. Eineinhalb Mille werden Nagl, Rücker und Co insgesamt in dieses Projekt fließen lassen. Warum auch nicht. Graz hats ja zur Genüge. Vielleicht wird dann mein Vorschlag auch bald realisiert: Graz – City of Flops!

Drucker fassen Streikbeschluss

Gute Nachrichten gibt es auch. Die Druck-Gewerkschaft hat zumindest mal den Entschluss gefasst zu streiken. Ein Anfang ist getan…

Bolivien. Zersplitterung der Macht

Vorstellung des neuen Buches von Raul Zibechi: Bolivien. Die Zersplitterung der Macht (2009 bei Nautilus erschienen.)

Zur Situation in Sri Lanka

Interview mit Thomas Seibert (medico international), der bis vor kurzem noch in Sri Lanka war.

oN aiR – 15.4.: Marx reloaded

Marx reloaded

Vortrag des Politologen Michael Heinrich über die Aktualität des Marxschen Denkens. mp3

Zu Beginn der 1990er Jahre schien es so, als habe sich der Kapitalismus weltweit und endgültig durchgesetzt. Für die Marsche Kapitalismuskritik konnte es nur noch einen Platz im Museum geben. Doch sind seither Krisen, Krieg und Elend keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: kapitalistische Krisen haben zugenommen und bedrohen jetzt auch in den kapitalistischen Zentren jene „Mittelschichten“, deren soziale Lage sich über Jahrzehnte hinweg immer nur verbessert hat. Inzwischen wird wieder Kritik am Kapitalismus geäußert und erneut interessiert man sich Marx. Doch welchen Marx brauchen wir heute? Den Marx, der als Stammvater eines „Marxismus“ verehrt wurde, mit dem dann autoritäre Parteien ihre Herrschaft legitimierten? Oder jenen Marx, der empört erklärte „je ne suis pas marxiste!“ (ich bin kein Marxist!). Marx hat noch immer enorm viel anzubieten, wenn es um eine kritische Analyse des Kapitalismus geht. Aber nur dann, wenn auch kritisch mit Marx und den marxistischen Traditionen umgegangen wird.

oN aiR – 8.4.: 60 Jahre NATO sind genug

60 Jahre NATO sind genug

Letztes Wochenende fanden in Strassburg massive Proteste gegen das 60-Jahr-Treffen der NATO statt. ein Rückblick.




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